Glücksspiel-Lizenzen

Jemand, der Glücksspiele oder Wetten anbieten möchte, benötigt eine Glücksspiellizenz. In der Regel kann das Unternehmen in dem Land, in dem es ansässig ist, eine Lizenz erwerben. Problematisch wird es dann, wenn Glücksspiel in dem jeweiligen Land verboten ist oder den staatlichen Organen vorbehalten ist, wie zum Beispiel in Deutschland.

Glücklicherweise werden Glücksspiellizenzen in einigen EU-Ländern, wie zum Beispiel Malta, vergeben. Unter gewissen Bestimmungen kann die erworbene Glücksspiellizenz in der gesamten Europäischen Union beworben werden.

Hierzu gab es vom EuGH eine Entscheidung, die besagt, dass mit einer aus Malta, dem Vereinigtem Königreich oder Gibraltar erworbenen Lizenz Glücksspiele wie bspw. online SlotsPokerRoulette, usw. in der gesamten EU angeboten werden kann. Die nationalen Glücksspielverbote bzw. -regulierungen würden gegen die EU-Dienstleistungsfreiheit verstoßen, wenn einem lizenzierten Anbieter das Angebot in einem anderen EU-Mitgliedsland untersagt würde.

Vorteile einer EU-Lizenz sind gewiss die Seriösität des Angebotes, da entsprechend hohe Auflagen zur Beantragung der Glücksspiel-Lizenz durch die Lotterie- und Glücksspiel Aufsichtsbehörde des jeweiligen Landes gestellt werden.

Glücksspiellizenz Deutschland

deutschland_thb.jpgBis heute ist es in Deutschland nicht gelungen, einen konsistenten rechtlichen Rahmen für den gesamten Glücksspielmarkt zu schaffen. Auf EU-Ebene ist das Thema Glücksspiel nicht explizit geregelt. Somit bestehen die Regulierungen der noch 28 EU-Mitgliedsstaaten nebeneinander.

Grundsätzlich fallen Glücksspiele dabei unter die EU-Dienstleistungsfreizügigkeit (AEUV) und können in einzelnen Mitgliedsstaaten nicht unbegründet verweigert werden. Möglich ist es aber – und darauf gründen in weiten Teilen die nationalen Regulierungen der Mitgliedsstaaten – Angebote einzuschränken, wenn diese Einschränkungen dem öffentlichen Wohl dienen. Die meisten Mitgliedsstaaten wählen das Vorgehen einer nationalen Einschränkung des Marktes, was zu Problemen in einem integrierten Binnenmarkt führt – besonders vor dem Hintergrund des wachsenden Online-Marktes.

Der folgende Abschnitt gibt einen Überblick über den derzeitigen Stand der Regulierung des Glücksspielmarktes in Deutschland und liefert damit den rechtlichen Hintergrund zum Verständnis der ökonomischen Einordnung.

Eine detaillierte juristische Diskussion des Marktes liegt außerhalb des Studienkonzeptes CasinoRatgeber24.com und wird daher nicht vorgenommen. Den aktuellen Rahmen für das Glücksspiel in Deutschland setzt der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV, 2012), der im Jahr 2012 in Kraft trat. Die Glücksspielregulierung ist in Deutschland weitgehend Ländersache. Mit dem GlüStV haben sich die 16 Bundesländer gemeinsam auf die einheitliche Regelung weiter Teile des Marktes verständigt.

Im GlüStV sind fünf Ziele festgelegt, die bei der Regulierung des Marktes gleichrangig zu verfolgen sind. So soll (1) das Entstehen von Spielsucht vermieden und (2) das Bedürfnis zu Spielen in geordnete Bahnen gelenkt werden. Zudem soll der (3) Jugend- und Spielerschutz gewährleistet werden. Die Regelungen sollen zudem dazu beitragen, dass (4) das Glücksspiel ordnungsgemäß durchgeführt wird und (5) die Integrität des sportlichen Wettbewerbs gewahrt bleibt. Neben diesen generellen Zielen, die der deutschen Regulierung zu Grunde liegen, gibt es für die vier Spielformen jeweils spezifische rechtliche Grundlagen, die der Erreichung dieser Ziele dienen sollen.

Glücksspiellizenz Österreich

oesterreich-thb.jpgBei der Lizenzvergabe geht es um das kleine Glücksspiel – jene so genannten einarmigen Banditen, für die die Länder Konzessionen vergeben. Der kleine Glücksspiel wurde im März 2011 legalisiert. Die alten Regelungen liefen bzw. laufen aus. Novomatic erhielt fast ausschließlich neue Lizenzen.

Erst 2010 entschied der Europäische Gerichtshof, das das österreichische Glücksspielgesetz (GSpG) nicht EU-rechtskonform sei. Der Gesetzgeber musste entsprechend der EU-Forderung nachbessern. Gegenwärtig wird erneut darüber diskutiert. Es geht um das verbriefte Monopol. Das Monopol wird mit dem Spielerschutz begründet.

Glücksspiellizenz Malta

malta-thb.jpgIn Malta boomt das Geschäft mit den Glücksspiellizenzen und Online Casinos. Der Grund hierfür liegt auf der Hand:

  • Die niedrige Besteuerung einer Malta Limited von 5%
  • Der extrem niedrige Steuersatz auf Glücksspiele
  • Die juristisch guten Voraussetzungen für Online Glücksspiel

Die Bedeutung des Glücksspiels ist dabei für Maltas Wirtschaft sehr groß. Mit rund 8% Anteil am Bruttoinlandsprodukt hat Glücksspiel einen 11 Mal höheren Anteil am BIP als EU-Durchschnitt. Gerade was die Vergabe der Glücksspiellizenzen angeht, ist Malta im Vergleich zu seinen EU-Partnern wesentlich offener. Auch was den Preis der Lizenz angeht, kommt man in Malta vergleichsweise wesentlich günstiger weg.

Das Lizenzsystem in Malta ist in 4 Kategorien unterteilt. Je nach Angebot des Anbieters wird eine oder eine Kombination verschiedener ausgestellt.

  • Class 1: Remote Gaming Licence. Diese Lizenz muss beispielsweise von Anbietern mit casinoähnlichen Spielen beantragt werden. Genauso fallen Onlinelotterien unter diese Kategorie.
  • Class 2: Remote Betting Licence. Eine Lizenz, die sich an Wettanbieter richtet.
  • Class 3: Diese Lizenz ist vor allem für Unternehmen gedacht, die Spiele und Wetten zu festen Quoten und Spieleinsätzen anbieten. Diese Lizenz nutzen hauptsächlich Onlinepoker-Anbieter.
  • Class 4: Host Licence. Diese Lizenz richtet sich nicht direkt an Glücksspielanbieter, sondern an Unternehmen, die die Plattform (bspw. Server) für den Onlineservice bieten.

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